© Sven Weyer

Sven Weyer

 

Mein Portfolio als Fotobuch

Sven Weyer People Fotograf

Ich habe schon seit über einem Jahr sehr wenig Zeit für neue Shootings, sodass sich mein Portfolio im Moment kaum ändert und so kam der Gedanke auf einmal meine bisherigen Werke zu veredeln. Im gleichen Moment wurde ich von Saal-Digital eingeladen, ein Fotobuch zu testen… aber nicht irgendein Fotobuch, sondern das Beste vom Besten – die Professional Line. Das Ergebnis möchte ich euch nicht vorenthalten und werte meinen Bericht auch als Möglichkeit professionelle Verbesserungsvorschläge in diese Produktlinie mit einzubringen.

 

Die Software zur Erstellung kannte ich schon von früher… hatte aber alles vergessen, sodass ich mich neu einarbeiten musste. Das geht allerdings echt fix. Im Nu ist die Datei installiert und die führt auch gleich selbst durch die Produktauswahl, den Designprozess und am Ende auch durch den Bestellprozess. Die Produktauswahl war schnell getroffen. Ich wollte ein quadratisches Format und das Größte davon war 30x30 cm – und aufgeschlagen somit 60x30 cm. Ganz schön riesig – also perfekt! Zum Fotobuchdesign in der Software kann man sagen, dass sie intuitiv bedienbar ist mit den Bearbeitungsoptionen oben. Da ist nichts Wichtiges in irgendwelchen Untermenüs versteckt und man findet was man braucht. Die Einarbeitung geht sonst mit dem 5-minütigen Video-Tutorial auch schnell und danach weiß man alles was man braucht um das Design wunschgenau zu gestalten. Wie gesagt, die Software führte mich dann gleich durch den Bestellprozess, PayPal ist auch wählbar – und fertig war die Bestellung. Für das Design der etwa 120 Seiten war ein Abend auf dem Sofa ausreichend. Sechs Tage später kam ein großes, schweres Päckchen. Für 120 Seiten mit Ledereinband und Acrylcover plus DHL-Lieferzeit ist das voll angemessen.

Aber nun endlich zum Buch - gleich vorweg:  Es ist RIESIG. Und das ist toll! Die Druckqualität ist perfekt und da meine Bilder von der Auflösung her selbst mit Zuschneiden und Ausschnitt vergrößern auch bei so großem Druck noch gestochen scharf sind, habe ich hier genau die richtige Druckqualität erwischt. Gespannt war ich auf die Hell-Dunkel-Werte und die Farbwiedergabe. Meine Bilder sind in der Regel so bearbeitet, dass sie das Tonwertspektrum voll ausschöpfen und die Farbsättigung ist bewusst bei manchen Bildern blasser gehalten und bei anderen voll intensiv. Von einem anderen Fotobuchhersteller kenne ich, dass die sehr hellen und sehr dunklen Töne einfach zu weißen oder schwarzen Flächen ausfressen und die Farben entweder zu trist oder aber „automatisch verbessert“ viel zu gesättigt und damit falschfarben werden. Nicht so bei dem Saal-Digital Fotobuch! In sehr hellen, sowie dunklen Bildbereichen sieht man noch die reale Struktur und die Farben sind exakt wie auf meinem Bildschirm. Nichts übersättigt, keine weißen oder schwarzen Flächen, aber trotzdem tiefe Schwarztöne und helle Weißtöne wie am PC. Es ist schon etwas ganz Besonderes, die eigenen Werke in so einer Form vor sich zu haben. Was mir bei Saal-Digital Fotobüchern besonders gefällt, ist die sogenannte Layflat-Bindung, also eine flache Doppelseite ohne deutliche Mittelfalz, sodass ich auch Bilder mit 2:3-Format über 40x30 cm einbringen konnte – die also über die Mitte rüber gehen – ohne dass die Mitte so gebogen ist wie bei normalen Büchern oder anderweitig stört. Der Knaller des Professional-Line Fotobuches ist aber das Cover. Dort glänzt eines meiner Lieblingsfotos als etwa 28x30 cm Acryl-Bild. Eine edleres Cover kann man sich nicht vorstellen! Als letzte Worte zum Fotobuch möchte ich noch zwei Verbesserungsvorschläge einbringen. Der erste ist vielleicht überflüssig… vielleicht auch nicht… auf jeden Fall habe ich beim Auspacken des Fotobuches festgestellt, dass auf dem Acrylcover ein Aufkleber war mit den Projektdaten. Ich habe mir gedacht, dass man sowas doch nicht auf die schöne Oberfläche kleben sollte und da fiel mir auf, dass die Oberfläche des Acryl gar nicht so schön wirkte wie erwartet (mein Fehler – lest weiter): es waren ein Haufen Kratzer drauf und es sah etwas blass aus. Etwa eine Minute hab ich mich darüber gewundert, bis mir eingefallen war, dass Hersteller verschiedenster Sachen ja eine Schutzfolie auf glatte Oberflächen aufbringen, die man noch abziehen muss. So war das dann natürlich auch. Ich musste etwas an den Ecken herumpopeln, aber als ich den Anfang hatte ging sie schnell abzuziehen und das Acrylcover glänzte mir farbintensiv entgegen – genauso wie ich das von Druck hinter Acryl kenne! Immer wieder atemberaubend ein eigenes Bild so veredelt zu sehen. Ich denke, hier sollte auf der Schutzfolie neben dem Aufkleber noch ein zweiter Aufkleber sein, der darauf hinweist, dass die Schutzfolie zu entfernen ist. Nicht dass es noch andere Knalltüten gibt wie mich, die das erst nicht merken! Mein zweiter Hinweis ist etwas ernster gemeint und betrifft die erste und letzte Seite des Buches. Die Erste nur in einem kleinen Bereich links neben der Mitte, die letzte Seite vollflächig auf der rechten Hälfte. Wie schon gesagt: beim Durchblättern des Buches fällt kein einziger Makel auf. Druckqualität, Farb- und Tonwertspektrum, Layflat-Bindung, … alles perfekt. Nur auf der letzten Seite wirkt das Bild nicht perfekt, weil es an die Innenseite des Umschlages geklebt ist. An sich nicht schlecht, aber darunter ist auch das Ledercover der Rückseite umgeschlagen und bis etwa 2 cm vom Rand angeklebt. Darüber wurde dann die letzte Seite drauf geklebt und man sieht den Übergang wo das Leder endet. Das heißt, beim letzten Bild habe ich einen nicht gewollten Knick-Rahmen, weil das Bild dort uneben angeklebt ist und das wirkt nicht so gut. Ich denke, hier sollte man einfach noch eine leere Doppelseite einfügen, oder auf die letzte Seite nur Text bringen. Schlusswort, Dankeswort oder ähnliches. Aber kein seitenfüllendes Foto. Wobei ich zuversichtlich bin, dass mit meinem Feedback auch dieser letzte „Makel“ bei der nächsten Bestellung sicher schon nicht mehr vorhanden sein wird.

Leider hat auf die 120 Seiten nur etwa die Hälfte meiner Lieblingsbilder gepasst. Das bedeutet: Ich werde mir noch ein Zweites erstellen! Der Preis der Professional Line ist zwar schon stolz, aber dieses Fotobuch ist es auch echt wert!